Meine Wanderung auf dem Grand Randonee GR4 von Pont Saint Esprit nach Manosque vom 25. Juni bis 3. Juli 2009.
De Pont St Esprit (Gard) à Manosque (Alpes-de-Haute-Provence)
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Von nun an wird es nicht mehr sein wie es ist, sondern wie es sein sollte |
Eine Wanderung die meistens über Hochebenen führte und die Dörfer im Tal liegen und natürlich durch die Dentelles und den Mont Ventoux. Auch durch zwei Schluchten ging es (Canyon von Oppedette und Verdon). Der Canyon von Oppedette ist bewaldet mit kleinen Bach im Gegensatz zum Verdon, der zum Teil nur über steile Leitern und einen über 600 m langen Tunnel zu begehen ist.
Bei der Witwe
Wie ich in Uchaux am Abend ankam, wusste ich, dass ich mich zum ersten mal verlaufen hatte. Hier gab es keine Unterkunft, nur ein sehr teures Restaurant. In einem kleinen Laden kaufte ich mir eine Flasche Fruchtsaft und bekam zur Antwort auf die Frage nach einem Schlafplatz, dass es in 3 km ein "Chambre d`Hotes" gibt. Beim Trinken meines Cranberry Saftes kam eine Frau auf mich zu und fragte mich, ob sie mich zu dieser Pension bringen könnte. Ich war hocherfreut, denn nach der Beschreibung des Weges hätte ich sie wahrscheinlich nicht gefunden. So war es denn auch und ich wurde bei der Witwe abgeliefert mitten im Niemandsland. Ich war gut untergebracht und es brauchte einige Überzeugungsarbeit bis in die Witwe mir ein Omelett auf der Gartenterrasse servierte. Beim Öffnen der Rotweinflasche brach sie den Korkenzieher ab. kein Problem mit einem Schraubenzieher bekam ich den Korken raus. So stand dem Abendbrot und einer ruhigen Nacht nichts mehr im Wege. Am andern Tage machte ich mich auf der Suche nach dem richtigen Weg und war dann am Mittag wieder auf dem GR4.
Blick von meinem Chalet in Mont Serein auf den Mont Ventoux

Die Lavendelfelder
von Sault steigt man auf 1000 m Höhe und wandert durch rechts und links am Wege liegenden Feldern voll mit Lavendel, die bis zum Horizont ansteigen.

Canyon von Oppedette

Oppedette
Meine Wanderung auf dem Grand Randonee GR4 von Pont Saint Manosque nach Grasse vom 10. September bis 17. September 2009.
De Manosque à Grasse (Alpes-de-Haute-Provence)
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Fontaine und Hotel in Saint-Martin-de-Brômes
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Châlet de la Maline (Hier steigt man zum Verdon ab)

Viele weiße Vögel.
Auf einer Hochebene über die Verdon habe ich sie gesehen, in einer Wiese
saßen sie verstreut. Große und kleine weiße Vögel glaubte ich von weitem zu
sehen aber es waren nur weiße Steine, weit verstreut in der Abgeschiedenheit hier
oben in der Talmulde. Ich werde zurückkommen, um sie zu fotografieren in dieser
abgeschiedenen Landschaft. Ich sah immer wieder hin, ob sich etwas bewegte oder
einige auffliegen und selbst der einsetzende
Regen konnte mich nicht davon abhalten tief beeindrucken zu sein von dieser einzigartigen
Landschaft, in der selbst leblose Steine etwas lebendiges ausstrahlen. Nachdem
ich diesen flachen Talkessel durchwandert hatte saßen ein Mann und eine Frau in
tief grüner Regenbekleidung auf einem Stein und waren von dieser Natur
eingeschlossen und beinahe lebloser, wie die weißen Vögel, an denen ich eben
vorbeigekommen war.
Saint Auban
In der Räuberhöhle
Nachdem es den ganzen Tag lang geregnet hatte beschloss ich die Wanderung
abzukürzen und machte mich auf nach Saint Auban. Hier angekommen fand ich ein
Hinweisschild, das oben im Dorf ein Hotelrestaurant ist. Ich stieg die steile
Straße hoch und fand das Hotel abgeschlossen. In der gegenüber liegende
Mediathek, einem kleinen Raum mit einem Bücherregal, sagte mir die etwas
mürrische Bibliothekarin, die es nicht gerne sah, dass ein vollkommen nasser
Wanderer ihre Sammlung befeuchtete, dass ich nur klopfen sollte. Gesagt getan
aber nichts rührte sich. Also ging ich noch einmal in ihren Laden, um mich zu
erkundigen, ob wirklich leben in diesem Hotel sei. Sie sagt mir, dass ich nur
warten sollte bis zum Abend, dann würde schon jemand kommen. Mein Wunsch so
lange in ihrer Kulturanstalt zu verweilen, wurde abschlägig beantwortet. Auf der
Suche nach einem trockenen Platz oder anderen Unterkunftsmöglichkeiten, sah ich
wie zwei Männer aus einem Auto stiegen. In dieser Situation freut man sich
immer, wenn man einige Lebendige sieht. Auf der Frage nach dem Hotel antworteten
sie, ich solle nur mitkommen. Durch einen Hintereingang gelangten wir in einem
kleinen Aufenthaltsraum des Hotels mit großem Fernseher an der Wand. Auf der
gegenüberliegenden Wand, die in den Fels geschlagen war, tropfte das Wasser. Es
stellte sich heraus, dass sie hier wohnten und aus den Nachbarort von der Arbeit
kamen. Ich stellte keine langen Fragen und war froh, dass ich im Trockenen saß.
Nach eineinhalb Stunden kam der fröhliche Wirt und wies mir ein Zimmer zu.
Anschließend traf sich eine kleine Runde an der Bar, die aus den zwei Arbeitern,
einem Dorfbewohner und einer Frau bestand, die wie ich später sah, für das Abendessen
verantwortlich war. Hier hatte ich zum ersten Mal das Gefühl in einer
Räuberhöhle zu sein, denn die Gespräche, soweit ich sie verstand, entsprachen
nicht dem normalen Standard. Aber ich wurde gut aufgenommen und auch beim
Abendessen an den gemeinsamen Tisch gebeten, wo es lustig weiterging. Mit einem
Verveine Schnaps im Bauch, vom Wirt gespendet, stolperte ich die Treppe zu
meinem Zimmer hoch. Am nächsten Tage nach dem Frühstück ging es weiter in
Richtung Grasse, nach denen ich eine gesalzen Rechnung für dieses Etablissement
bezahlen musste.
Begegnung
Von der Räuberhöhle ging es dann nicht mehr auf dem GR4 sondern der D5 auf
dem schnellsten Wege
nach Grasse, weil ich langsam von dem Regen die Nase voll
hat. Nachdem ich den "col de Bleine" (1439 m) überschritten hatte und auf
einer langen Serpentine wanderte überholte mich ein Radfahrer und wünschte mir
"bon Courage". Ein Blick auf die Landkarte überzeugte mich, dass ich wohl kaum
noch bis Grasse kommen würde, so versuchte ich es per Anhalter und nach ungefähr
dem 20. Auto (auf dieser abgelegenen Strecke kam nur alle 5 Minuten ein Auto für
meine Richtung vorbei) wurde ich von einem Ehepaar mitgenommen, dass mich am
"col ferrier" auf eigenen Wunsch aussetzte. Hier führt ein Pfad quer durch die Landschaft und tritt
wieder auf den GR4. Auf ungefähr 1000 m Höhe sah ich auf Grasse herunter und das Meer im
Sonnenschein liegen. Bei der Suche nach einem Hotel in Grasse, sagte es mit einmal
"hallo" und mein junger Fahrradfreund begrüßte mich und wunderte sich, dass ich es
auch geschafft hatte.